Ortschaften

Die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) wurde zum 01.01.2010 aus der Stadt Arendsee (Altmark) und ihren Ortsteilen Genzien und Gestien sowie der Gemeinde Binde mit dem Ortsteil Ritzleben, Gemeinde Höwisch, Gemeinde Kaulitz, Gemeinde Kerkau mit dem Ortsteil Lübbars, Gemeinde Kläden mit dem Ortsteil Kraatz, Gemeinde Kleinau mit den Ortsteilen Dessau und Lohne, Gemeinde Leppin mit den Ortsteilen Harpe und Zehren, Gemeinde Neulingen, Gemeinde Sanne-Kerkuhn, Gemeinde Schrampe mit dem Ortsteil Zießau, Gemeinde Thielbeer mit dem Ortsteil Zühlen und der Gemeinde Ziemendorf gebildet.

Seit dem 01.01.2011 gehören auch die Gemeinde Fleetmark mit den Ortsteilen Lüge, Molitz und Störpke, die Gemeinde Mechau, die Gemeinde Rademin mit dem Ortsteil Ladekath und die Gemeinde Vissum mit den Ortsteilen Kassuhn und Schernikau zur Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark).

Hauptsitz der Verwaltung ist am Marktplatz in Arendsee.

 

Ortsteile

Binde liegt rund sieben Kilometer westlich von Arendsee direkt an der B190. Zur Ortschaft gehören Binde und Ritzleben.

Durch Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat Binde am 24.06.2009, dass Binde und Ritzleben in die Stadt Arendsee eingemeindet werden.

Letzter Bürgermeister der Gemeinde war Kurt Gabriel. Dieser ist auch der amtierende Ortsbürgermeister.

Das Wappen von Binde wurde am 06.10.2000 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt. Blasonierung: “In Grün zwischen zwei aufrechten goldenen Ähren am Halm mit je einem Schildrand gekehrten aufrechten Blatt ein aufgeschlagenes goldenes Buch, überhöht von drei aufgerichteten goldenen Kegeln nebeneinander, der mittlere beknauft.” Die Farben sind Gold (Gelb) – Grün.

Die Flagge der Gemeinde ist Grün – Gelb – Grün gestreift und auf dem Mittelstreifen mit dem Gemeindewappen.

Wirtschaftlich sind Binde und Ritzleben hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt und weisen darüber hinaus auch eine gut ausgeprägten Mittelstand im Handwerk und Gewerbe auf.

Binde stellt zudem die Freiwillige Feuerwehr Binde, welche Einsätze für die Gemeinde fährt und zudem eine Abteilung des Katastrophenschutzes des Altmarkkreises Salzwedel stellt.

Des Weiteren unterhält die Einheitsgemeide in Binde die Kita “Kunterbunt”.

In Sachen Freizeitsport ist Binde bundesweit für seinen aktiven SV Binde bekannt. Mit der Sparte Bohlekegeln wird in der 2. Bundeliga Süd/Ost seit 2010 mitgekegelt. Hierbei arbeitet der SV Binde übergreifend mit dem Arendseer Kegelverein zusammen.

Wappen Binde/Ritzleben

Fleetmark ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) und liegt im südlichen Teil der Gemeinde. Nach der Stadt Arendsee ist es der zweitgrößte Ortsteil. Am 1. Januar 2011 wurde Fleetmark in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet. Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Fleetmark waren Lüge, Molitz und Störpke.

Kallehne, Molitz und Störpke wurden 1324 erstmals urkundlich erwähnt, Lüge 1363 und Velgau 1375. Der Ort Fleetmark entstand 1939 durch einen Zusammenschluss der Dörfer Kallehne und Velgau.

In Fleetmark und Umgebung haben sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands viele Handwerks- und Gewerbebetreibende etabliert. Die ausgeprägte Struktur führte dann auch zur Gründung des Gewerbevereins Fleetmark e.V.. Dieser zeichnet sich auch für kulturelle Veranstaltungen verantwortlich. Höhepunkt im Jahr ist die Gewerbeschau, welche altmarkweit und darüber hinaus bekannt ist.

Fleetmark ist zudem einer der ersten Windkraftanlagenstandorte in der Altmark gewesen. Der Windpark Fleetmark I wird derzeit vom Betreiberunternehmen weiter ausgebaut bzw. einem Repowering unterzogen.

Die Bahnstrecke Stendal-Uelzen wird derzeit (Stand: 27.07.2015) von der Deutschen Bahn AG zweigleisig ausgebaut.

In Fleetmark ist auch Sitz der Freiwillige Feuerwehr Fleetmark.

Der letzte Gemeindebürgermeister war Klaus Ahlfeld. Dieser war auch in der Folgezeit auch Ortsbürgermeister und Stadtrat. Amtierender Ortsbürgermeister ist Herr Jörg Kratz.

Die Kita „Abendteurland“ liegt auch in Fleetmark.

Rund um Fleetmark

Die letzten Eiszeiten haben die Altmark in der Landschaftsausformung stark geprägt. Die ältesten Funde, die auf eine Besiedlung dieses Gebietes schließen lassen, reichen bis in die mittlere Steinzeit zurück. Die meisten der heutigen Dörfer entstanden im Zuge der Kolonisierung durch die slawische und sächsische Bevölkerung im 12./13. Jahrhundert. So auch der heutige Ort Fleetmark, der aus zwei voneinander unabhängigen Dörfern entstand. Aus Kallehne, Ersterwähnung 1324, vermutlich wendischen Ursprungs und Velgau, Ersterwähnung 1375, wahrscheinlich deutschen Ursprungs. Die Zusammenlegung der beiden Dörfer erfolgte urkundlich im Jahre 1939 im April. Das Bächlein Fleete, welches durch die Feldmark fließt, verlieh dem Ort seinen Namen. Lange vor der Zusammenlegung der Dörfer gründete man 1888 eine Freiwillige Feuerwehr und erbaute 1889 ein Feuerwehrgerätehaus. Ebenso bestanden für beide Gemeinden nur eine Kirche und ein Schulhaus. Die ältesten Nachrichten über die angestellten Lehrer reichen bis ins Jahr 1748 zurück. Durch den Eisenbahnbau im Jahre 1868 erfuhren beide Orte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Viele Handwerker siedelten sich hier an. Fleetmark entwickelte sich zu einem Handwerkerdorf, was sich auch bis zur heutigen Zeit abzeichnet. Es ist geprägt durch einen Dorfplatz, umgeben von schönen alten Linden, einer historischen Feldsteinkirche mit restaurierter Uhr und Friedhofsmauer. Erwähnenswert ist der historische Eingangsbereich. Hübsche Fachwerkhäuser, liebevoll renoviert, einige verziert mit schönen alten Inschriften, zieren die Dorfstraße, die gerade im Velgauer Bereich noch aus altem Natursteinpflaster besteht.

Fleetmark besitzt u. a. eine Grundschule, eine Kita, eine Bibliothek, ein Eiscafe mit Damwildgehege, einen Reiterhof, wo Jugendliche und Erwachsene das Reiten erlernen können sowie einen Naturschul-Lehrpfad. Hier können Kinder aus spielerische Art und Weise die Natur und den Wald mit seinen Bewohnern erkunden.

Inmitten eines Waldes befindet sich ein Pfadfinderlager mit Blockhütten und einem Zeltplatz. Kinder verschiedener Altersgruppen sowie Erwachsene können dort einen unbeschwerten Urlaub verbringen.

Erwähnenswert und zur Erholung dienend ist ein Spaziergang in den Ladekather Bergen zu jeder Jahreszeit. Kreuz und quer durchziehen schmale und breite Wege den zum überwiegenden Teil mit Kiefern bewachsenen Wald. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang durch das Gebiet der nördlich des Ortwinkler Weges liegenden Blaukuhlen, ein wertvolles Biotop, ein naturbelassener Bereich, wo Kraniche, Eisvögel, Graureiher und Schwäne brüten. Dieses Feuchtgebiet ist in seiner Ausprägung ein wertvoller Rückzugsraum für Flora und Fauna. Wälder, Wiesen und Felder bestimmen in unterschiedlicher Abfolge die Umgebung von Fleetmark. Vor allem in Richtung Molitz dehnen sich Kiefern- und Birkenwälder aus und schließen teilweise den Ort Molitz ein.

Molitz wurde erstmals 1324 urkundlich erwähnt und ist an den vorhandenen Ortsverbindungswegen erbaut worden. Um 1880 erfuhr der Ort eine Erweiterung in Richtung Osten. Hübsche, saubere Häuser entstanden hier. Molitz besitzt eine kleine Feldsteinkirche mit einer alten Wandmalerei, welche als Einzeldenkmal ausgewiesen wurde. Eine fast neu errichtete Friedhofsmauer mit einem hübschen Eingangsbereich ziert dieses alte Denkmal. Nordöstlich der Gemarkung befindet sich eine Hügelgräbergruppe, die als geschätztes Bodendenkmal ausgewiesen ist. Auf den neu errichteten Radwanderwegen kann man diese hinter dem Friedhof in Richtung Lübbars besichtigen.

Seit dem 01.09.1992 gehört auch der Ort Lüge zum Gemeindegebiet. Bis zu diesem Zeitpunkt war Lüge eine eigenständige Gemeinde. In Eigeninitiative wurden 1984 – 1991 neue Straßen errichtet. Lüge leitet sich von Lug ins Land auch von Lühe, Lüe ab und fand 1363 seine Ersterwähnung. Bereits 1820 wird eine Mühle erwähnt, 1840 eine Reihenschule, 1899 eine Post- und Telegrafenstation und 1913 entstand eine Dampfmühle. Zur Pflege der Gesellschaft gründete man 1930 einen Pfeifenclub. Lüge besitzt einen „Luna-Park“ mit einem sehr alten Baumbestand und eine unter Denkmalschutz stehende Feldsteinkirche. Erwähnenswert ist auch ein nachempfundener Taufstein des Wanderpredigers Gustaf Nagel, der in Kleinformat 1910/11 in Hensels Garten aufgestellt wurde und heute noch als solcher zu erkennen ist. Zwei große Steine einen Hünengrabes sind stumme Zeugen aus uralter Zeit. Man findet sie am Feldweg in Richtung Fleetmark. Weithin sichtbar und als Wahrzeichen anzusehen ist der Sendeturm auf dem Schäferberg nicht weit vom Ort in Richtung Störpke. Ebenso seit dem 01.09.1992 wurde der idyllische gelegen Ort Störpke der Gemeinde Fleetmark angegliedert. Störpke liegt in einer Talsenke, umgeben von kleinen Hügeln und Wäldchen, ist deutschen Ursprungs, leitet sich von beke = Bach oder stör ab und wurde erstmals 1324 urkundlich erwähnt. Verträumt liegt die kleine unter Denkmalschutz stehende Feldsteinkirche mit den rundbogigen belverglasten Fenstern und einem Turm aus Eichenfachwerk inmitten des Dörfchens. Sehenswert ist ein über 300 Jahre im Besitz der Familie Koch befindlicher Vierseitenhof, welcher mit herrlichen Inschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert versehen ist. Im März 1985 wurde dieser Hof unter Denkmalschutz gestellt. Neu ausgeschilderte Radwanderwege bilden auch hier eine Bereicherung der Erholung in alle Himmelsrichtungen.

Fleetmark

Fleetmark, ein langgestrecktes Dorf, gelegen an der Eisenbahnlinie Stendal-Salzwedel-Uelzen, die im Jahre 1868 erbaut wurde, ist ein noch recht junger Ort, besteht ursprünglich aus zwei Dörfern – Kellehne (1324) und Velgau (1375). Die Zusammenlegung der Dörfer erfolgte urkundlich im Jahre 1939. Das Bächlein Fleete, welches durch den Ort fließt, verlieh dem Ort seinen Namen.

Heute ist Fleetmark mit seinen Ortsteilen Molitz, Lüge und Störpke, das zweitgrößte Dorf in der Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) und umfasst eine Fläche von 29,01 km². Es besitzt u. a. ein Eiscafe mit Dammwildgehege, ein Pfadfinderlager sowie einen Reiterhof. Lohnenswert ist ein Spaziergang durch das Gebiet der nördlich des Ortwinkler Weges liegenden Blaukuhlen, ein wertvolles Biotop, ein naturbelassener Bereich, wo Kraniche, Eisvögel, Graureiher und Schwäne brüten. Dieses Feuchtgebiet ist in seiner Ausprägung ein wertvoller Rückzugsraum für Flora und Fauna. Erwähnenswert und zur Erholung dienend ist ein Spaziergang in den Ladekather Bergen. Kreuz und quer durchziehen schmale und breite Wege den zum überwiegenden Teil mit Kiefern bewachsenen Wald.

Fleetmark ist geprägt durch einen Dorfplatz, umgeben von schönen alten Linden, einer hübschen Feldsteinkirche mit restaurierter Uhr und Friedhofsmauer. Erwähnenswert ist der historische Eingangsbereich. Hübsche Fachwerkhäuser, liebevoll renoviert, einige verziert mit schönen alten Inschriften sowie Backsteingebäude zieren die Dorfstraße, die gerade im Velgauer Bereich noch aus altem Natursteinpflaster besteht.

Viele Handwerker siedelten sich bereits vor und nach der Wende hier an. Jedes Jahr im April findet eine Gewerbeschau mit Dorffest statt, an der die Gewerbetreibenden ihr Handwerk zur Schau stellen. Im Jahr 2015 konnte so schon das 25 jährige Jubiläum gefeiert werden.

Molitz

Molitz, erstmals erwähnt im Jahre 1324, ist an den vorhandenen Ortsverbindungswegen erbaut worden. Der Mittelpunkt ist gekennzeichnet durch den Halbrund, das sich durch die Stellung der Gebäude herausgebildet hat. Um 1880 erfuhr der Ort eine Erweiterung in Richtung Osten. Die im Nordosten der Gemarkung befindliche Hügelgräbergruppe ist als geschütztes Bodendenkmal ausgewiesen; es könnte bei Erdarbeiten mit archäologischen Bodenfunden gerechnet werden. Molitz besitzt eine Dorfkirche aus Feldsteinen, die aus dem 13. Jahrhundert stammt, 1883 umgebaut wurde und als Einzeldenkmals ausgewiesen wurde.

Lüge

Lüge leitet sich von Lug ins Land, auch von Lühe bzw. Lüe ab, ist wendischen Ursprungs und fand 1363 seine Ersterwähnung. Flurnamen wie „de Dorpstedte“ lassen vermuten, dass der Ort an anderer Stelle erbaut war. Denn 800 Meter südlich von Lüge zwischen Wegen nach Störpke und Güssefeld lag wahrscheinlich eine Siedlung. Das Kloster Dambeck war oberster Gerichtsherr. Bereits 1820 wird eine Mühle erwähnt, 1840 eine Reihenschule und 1899 eine Post- und Telegrafenstation. 1912 wurde der Dorfteich eingeebnet und 1913 entstand eine Dampfmühle, die später nach Apenburg verkauft wurde. Zur Pflege der Gesellschaft gründete man 1930 einen Rauchclub „Volldampf“ und 1936 einen Pfeifenclub.

Störpke

Störpke, ein idyllisch gelegener Ort in einer Talsenke, umgeben von kleinen Hügeln und Wäldchen, ist deutsch und leitet sich von beke = Bach oder stör ab, wurde erstmals 1324 urkundlich erwähnt. Sehenswert ist ein über 300 Jahre im Besitz der Familie Koch befindlicher Vierseitenhof, ein aus vier Gebäuden bestehender geschlossener Hof, welcher mit herrlichen Inschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert versehen ist. Der Ort besitzt eine kleine Feldsteinkirche mit rundbogigen bleiverglasten Fenstern.

Das anmutige, über 700-jährige Straßendorf gehört zu den Dörfern des Zehrentals. In einer Urkunde von 1312 wurde der in Nord-Süd-Richtung erbaute, am Westrand der Priemernschen Heide und westlich des Zehrengrabens gelegene Ort erstmals als „Höwisch“ erwähnt.


Der Ortsname soll auf „Hohe Wiese“ zurückgehen – einer Flur also, die das umliegende Überschwemmungsgebiet überragt. Er wäre demnach deutscher Herkunft. Auf dieses ansteigende Gelände in Höwisch lassen auch die Flurnamen schließen, von denen hier die Bezeichnungen Bergwiese und Bergstücken neben solchen erwähnt seien, die auf Form und Nutzung der Felder hinweisen: Langschlag, Langenschlagwiese, Brandwiese, Birkenstücken, Kossatenland, Hirtenwiese und Bohnenkühstück.

Die breite, mit Lindenbäumen bestandene gepflasterte Dorfstraße gibt dem Bild des Ortes ein eigenes Gepräge. Zu diesem gehören auch die alten Hofbauten, so eine Torscheune mit einer Inschrift von 1789. In der Ortsmitte befinden sich das Dorfgemeinschaftshaus, die Bushaltestelle und der Kinderspielplatz.

Für kunstinteressierte Besucher des Ortes dürfte die alte Dorfkirche besonders interessant sein. Sie wurde 1312 das erste Mal erwähnt und war somit der eigentliche Anlass für das 700-jährige Jubiläum im Jahre 2012. Die Schutzheilige der dreiteiligen um das Jahr 1200 erbauten Feldsteinkirche ist die Heilige St. Katharina. Bis zum Jahre 1907 befand sich in der Kirche ein Flügelaltar aus der Zeit der Spätgotik, der um 1450 entstanden sein dürfte.

Neben der Dorfkirche sind die noch zahlreich erhaltenen Hausinschriften vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert sehenswert. Sie zeugen vom Stolz der Erbauer, aber auch von der Frömmigkeit. Denn sie stammen zumeist aus dem „Altmärkisch-Prignischen Gesangbuch“, welches zu dieser Zeit für den Gottesdienst in allen Häusern vorhanden war.

Seit dem 1. Januar 2010 gehört Höwisch als Ortschaft zum Luftkurort Stadt Arendsee (Altmark). Der Eingemeindung voraus ging ein vom damaligen Höwischer Gemeinderat am 7. Mai 2009 beschlossener Gebietsänderungsvertrag.
Weitere interessante Informationen über das Dorf, seine Geschichte und Menschen sowie über die engagierten Mitglieder des 2012 gegründeten Heimatvereins finden Interessierte im Internet unter www.hoewisch-altmark.de.

Kaulitz

Kaulitz liegt unmittelbar an der Landesgrenze zu Niedersachsen und grenzt an das Wendland an.

Erstmals wurde Kaulitz bereits 1183 urkundlich erwähnt.

Durch Gebietsänderungsvertrag vom 19.05.2009 beschloss der Gemeinderat den Beitritt zur Stadt Arendsee.

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Horst Bretschneider. Derzeitiger Bürgermeister ist Uwe Lahmann.

Kaulitz hat ein eigenes Wappen.

Blasonierung: „Geviert von Silber und Blau; Feld 1: ein linksgekehrter roter Kuhrumpf; Feld 2: drei steigende goldene Ähren balkenweise; Feld 3: drei goldene Kugeln (2:1); Feld 4: ein roter Pferderumpf.“

Das Wappen wurde von dem Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Die Flagge von Kaulitz ist Gelb – Blau gestreift mit mittig aufgelegtem Wappen.

Kaulitz unterhält auch eine langjährige Feuerwehrtradition. Die Freiwillige Feuerwehr Kaulitz ist Teil der Feuerwehren der Stadt. Insebsondere im Feuerwehrwettkampfsport hat sich die Wehr über die Gemeindegrenzen hinweg einen sehr guten Ruf erarbeitet. 

Wappen von Kaulitz

Kerkau ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee. Zur Ortschaft Kerkau gehören die Ortsteile Kerkau und Lübbars.

Die erste urkundliche Erwähnung von Kerkau fand 1366 statt, die des Ortsteils Lübbars 1375.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Kerkau am 29. Mai 2009, dass die Gemeinde Kerkau in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird.

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Jürgen Pajewski. Der amtierende Bürgermeister ist Michael Wrana. Dieser war auch von 2010 bis 2019 Mitglied des Stadtrates Arendsee.

Kerkau

Kerkau mit seinem Ortsteil Lübbars umfasst eine Fläche von 11,08 km². Kerkau ist wendischen Ursprungs und leitet sich von Kerkowe, Kerkow ab und fand 1366 seine Ersterwähnung. Kerkau war Stammsitz der Familie Kerkow, deren ältester Alverich 1225 genannt wird. Die Chronik berichtet von schweren Jahren des Dorfes, das in den Jahren 1583 bis 1598 immer wieder von der Pest heimgesucht war und im Dreißigjährigen Krieg von Verwüstungen und Seuchen bedroht war. Trotzdem besiedelten überlebende Bauern das verwüstete Dorf und machten es zu einem ausgesprochenen landwirtschaftlichen Ort. Auf einigen Höfen ist noch heute die ursprüngliche Form des Vierseitenhofes zu erkennen. Vierseitig umbaut bildete er ein abgeschlossenes „Ganzes“. Typisch für die Altmark sind die gemauerten und überdachten, oft mit alten Inschriften verzierten Toreinfahrten. Kerkau besitzt etwa in der Mitte des Ortes eine aus Feld- und Sandstein gemauerte Kirche, erbaut im Jahre 1644. Der lang hochgezogene Turm wurde 1911 aufgesetzt. Umgeben ist die Kirche mit einer Friedhofsmauer aus Feldsteinen und einem Friedhof, der zum großen Teil mit immergrünen Koniferen und Hecken bepflanzt ist. Entlang der Dorfstraße aus Natursteinen stehen links und rechts wuchtige Lindenbäume und schmücken das Dorf. Im nördlichen Teil des Ortes entstanden 1952 schmucke Einfamilienhäuser und eine MAS, später MTS. In späteren Jahren war dort der Sitz der LPG. Heute werden diese Räumlichkeiten von der Agrargenossenschaft genutzt. Der ehemalige Kindergarten steht den Einwohnern als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung.

Lübbars

Lübbars, ein kleines sauberes Dorf mit neuerbauter asphaltierter Straße mit viel Freiraum an beiden Seiten und einer Rotdornallee ist wendischen Ursprungs und leitet sich von Lubas, Lübarz ab und wurde erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Patronatsrecht und Gerichtsbarkeit gehörte der Familie von Knesebeck. Obwohl die Bahnstecke Stendal – Salzwedel durch den Ort führt, besitzt Lübbars keinen Haltepunkt. Der Friedhof befindet sich am südlichen Dorfende, mit einer kleinen Kapelle ohne Glockenturm. Dieser befindet sich einige Meter ab als Glockengestell.

Sehenswert ist ein etwa in der Ortsmitte gemauerter Feuerwehrbrunnen, der im Zuge der Dorferneuerung mit Feldsteinen umgebaut und mit einem nostalgischen Pumpengestänge versehen werden soll. Nach der Wende siedelte sich hier eine Bildhauerwerkstatt an. Jedes Jahr findet für beide Gemeinden ein Dorffest statt, welches die Feuerwehr mitgestaltet.

Kläden liegt etwa vier Kilometer westlich vom Hauptort Arendsee an der B 190, die ins etwa 17 km entfernte Salzwedel führt. Der Bahnhof Kläden liegt an der 2004 stillgelegten Bahnstrecke Salzwedel–Geestgottberg.

Zu Kläden gehören die Ortsteile Kläden und Kraatz.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Kläden am 14. Mai 2009, dass die Gemeinde Kläden in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird.

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Christian Streiter. Ortsbürgermeister ist Herr Jörg Benecke. Dieser ist auch Mitglied des Stadtrates.

Das Wappen wurde am 27.11.2009 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Silber über drei blauen Wellenleistenstäben im Schildfuß ein ausgerissener grüner Baum, dessen Stamm sich in zwei Hauptäste gabelt, die kranzartig einen silbernen Schild, darin ein golden bewehrter und gezungter roter Adler, einschließen.“[3]

Die Farben der Ortschaft sind Grün-Weiß.

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und ins Genehmigungsverfahren geführt.

Kläden ist seit jeher für seinen aktiven Karnevalsclub altmark- und bundesweit bekannt. So ergreifen die Narren jedes Jahr den Rathausschlüssel und lassen die schönste Zeit im Jahr beginnen.

Kläden ist auch der Sitz der Freiwilligen Feuerwehr Kläden. Die Feuerwehr wird durch einen eigenen Förderverein im Ort unterstützt. Darüberhinaus hat sich die Wehr mit ihrer Wettkampftruppe über die Gemeindegrenzen hinweg einen Namen gemacht. 

Wappen Kläden 

Kleinau ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) und liegt inmitten der Altmark ca. 10 Kilometer südlich von Arendsee.

Zur Ortschaft gehören die Ortsteile Kleinau, Dessau und Lohne. Weiterhin liegt die Wüstung des ehemaligen Ortes Buckau auf der Gemarkung Kleinaus. Das Dorf wurde während des dreißigjährigen Krieges zerstört.

Die Gemarkung von Kleinau ist zum Teil von Kiefernwäldern bestanden und erstreckt sich abschnittweise in einem Niederungsgebiet. Die Landschaft rund um die Ortschaften ist Standort zahlreicher Feuchtwiesen.

Vor diesem Hintergrund spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle im Wirtschaftsleben und wird durch den Anbau von Salat-und Kohlfeldern beispielsweise durch die Firma “Argofarm Kleinau” durchgeführt. Daneben sind nach dem Fall der “Mauer” bedeutende Wirtschaftsbetriebe in Kleinau und Umgebung entstanden. So wurde eine Niederlassung Wilhelm Hoyer KG Hoyer G.m.b.H. aus Visselhövede in Kleinau gegründet. Des Weiteren gelang es der Familie Lüdecke aus Kleinau den Getränkevertrieb Osterburg-Kleinau GmbH zu gründen und auszubauen. Heute ist der Betrieb der führende Getränkedienstleister im Norden von Sachsen-Anhalt mit über 150 Mitarbeitern. Es werden Kunden in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Mecklemburg Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Berlin beliefert.

Das Gebiet um Kleinau taucht namentlich im 12. und 13. Jahrhundert in den Chroniken auf. Die erste schriftliche Erwähnung von Kleinau stammt aus dem Jahre 1274, Dessau um 1297 und Lohne ab 1366.

Durch Gebietsänderungsvertrag vom 18.05.2009 wurden Kleinau, Dessau und Lohne Teil der Stadt Arendsee (Altmark).

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Hans-Georg Kempcke. Ab 2010 ist dieser gleichzeitig amtierender Ortsbürgermeister und Mitglied des Stadtrates von Arendsee. In der Zeit von 2011 bis Mai 2014 war er Vorsitzender des Stadtrates und ab Juni 2014 stellvertretender Stadtratsvorsitzender. Derzeitiger Ortsbürgermeister ist Sven Schottenhamel.

In allen drei Ortschaften sind sakrale Bauten errichtet worden. Die Backsteinkirche in Lohne wurde 1896 errichtet. In Dessau stammt die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und in Kleinau aus dem 12. Jahrhundert. Besonderheit in Lohne ist der Fund eines bronzezeitlichen Gräberfeldes und auch der äußerst alte Eichenbestand. Von enormer kultureller Bedeutung in Dessau ist eine Landwehr, die an der Straße nach Heiligenfelde liegt. Diese stellt eine der besterhaltenen Festungen dieser Art in der Altmark dar. Bemerkenswert sind überdies ein Steinkreuz in Kleinau sowie das dort in der ehemaligen Grundschule gelegene Heimatmuseum, welches von Herrn Otto Mewes aufgebaut und betrieben wird. Dieser wurde für sein Engagement 2015 auf dem Frühlingswirtschaftsempfang der Gemeinde mit dem alljährlichen Kunst-und Kulturpreis ausgezeichnet.

In Sachen Feuerwehrschutz unterhalten alle drei Ortsteile Freiwillige Feuerwehren. Diese sind die Freiwillige Feuerwehr Kleinau, Dessau und Lohne.

Leppin ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark). Der Ort liegt etwa 20 Kilometer südwestlich von Wittenberge und 10 Kilometer von der niedersächsischen Landesgrenze. Der Arendsee liegt östlich vom Ort. Zu Leppin gehören die Ortsteile Harpe und Zehren.

Die Gemarkung ist zu einem Teil bewaldet und im anderen hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteiles Harpe fand 1319 statt. 1807 wurde Leppin gemeinsam mit der gesamten Altmark von den französischen Truppen eingenommen, wobei der heutige Ortsteil Zehren von den Besatzern nicht ausfindig gemacht werden konnte.

Am 18. Mai 2009 schloss sich die Gemeinde der Stadt Arendsee (Altmark) an.

Letzte Bürgermeisterin war Renate Benecke. Herr Otto Benecke ist derzeitiger Ortsbürgermeister. Zudem war Frau Benecke Mitglied im Stadtrat der Stadt Arendsee (Altmark) von 2010 bis 2019.

Leppin ist auch die Heimat der Freiwilligen Feuerwehr Leppin, welche über hundert Jahre alt ist. Zur Freiwilligen Feuerwehr Leppin gehört auch die Freiwillige Feuerwehr Zehren, welche über 80 Jahre alt ist. Der Ortsteil Harpe ist Standort der Freiwilligen Feuerwehr Harpe.

Die romanische Kirche des Altmarkdorfes Leppin ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden. In Harpe, einem von sehr altem Baumbestand geprägten Dorf, steht eine neugotische Backsteinkirche. Eine weitere neugotische Backsteinkirche und damit der dritte Sakralbau befindet sich auf einer Anhöhe in Zehren, das als Haufendorf und ehemaliger Rundling fünf Kilometer östlich von Leppin im Walde liegt. [Quelle wikipedia]

Die Landwirtschaft bildet einen bedeutenden Anteil an der heimischen Wirtschaft. So unterhält die Die Agrargenossenschaft Leppin Betriebsstätten in Leppin und Harpe und betreibt eine Biogasanlage. Die weiteren Unternehmen sind im Bereich Handwerk und Gewerbe tätig.

Mechau ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Der Ort wurde am 01.01.2011 zur Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet. Mechau grenzt direkt an Niedersachsen.

Mechau hat ein eigenes Wappen mit folgender Blasonierung: „In Grün eine silberne Kirche (Vorderfront) mit spitzbogiger schwarzer Toröffnung und zwei rundbogigen schwarzen Fensteröffnungen; der Turm mit runder schwarzer Öffnung, Sims und beknauftem Runddach. Links oben ein steigender, dreiblättriger, goldener Lindenzweig, rechts oben ein goldenes Rad mit 6 Speichen.“

Die Flagge ist Grün – Weiß – Grün gestreift mit dem aufgelegten Wappen auf dem breiteren weißen Mittelstreifen.

Wirtschaftlich ist Mechau ein bedeutender Standort für Handwerks-, Gewerbe-, Dienstleistungs- und Industrieunternehmen. Insbesondere die Jackon Insulation GmbH, welche sich auf die Herstellung von JACKODUR Dämmplatten und JACKOBOARD Bauplatten spezialisiert hat, ist hierbei hervorzuheben.

Letzter Bürgermeister der Gemeinde war Hartmur Baier. Dieser ist auch amtierender Ortsbürgmeister sowie Mitglied im Stadtrat von Arendsee. 

Wappen Mechau

Neulingen liegt in der Altmark ca. 20 Kilometer südwestlich von Wittenberge und der Landesgrenze zu Brandenburg entfernt. Östlich vom Ortsteil ist die Landschaft von Wiesen und Weiden und westlich von Wäldern geprägt. Zudem ist die gesamte Gemarkung von moorähnlichen Feuchtstellen durchsetzt, sowie Standort einer natürlichen Wasserquelle. 

Bereits im Jahre 1271 gibt es die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Mit Beschluss des Gemeinderates vom 02.06.2009 trat Neulingen der Stadt Arendsee (Altmark) bei.

Letzte Bürgermeisterin war Helga Lechler. Amtierender Ortsbürgermeister ist Axel Tiemann.

Charakteristisch für die Architektur von Neulingen sind die weit verbreiteten Vierseiten-Fachwerkhöfe. Die im Ort gelegene Feldsteinkirche ist um 1200 erbaut worden. Besonderes Merkmal ist der schwebende Engel. 1912 brannte die Kirche und wurde dabei stark zerstört. Ursache des Feuers war eine zurückgelassene Kerze nach dem Läuten der Glocken. 1998 bekam die Kirche eine neue Spitze und in der Folge ein neues Dach. Die Kirche “St. Marien” nennt seit 1914 eine sogenannte Rühlmann-Orgel ihr Eigen. Dank des seit 2005 bestehenden Vereins “De Dörpstroat” und aufgrund vieler Spenden konnte im Mai 2011 die Restauration der Orgel vollzogen werden.

Des Weiteren stellen die sogenannten “Totenleber” – natürliche Wetterstationen eine Sehenswürdigkeit vor Ort dar. Einige Tage, bevor es regnet, werden sie feucht. Aus einer solchen “Totenleber” entstand ein Teich, von den Einwohnern “Karpfenteich” genannt. Dieser Teich ist ideal für romantische Picknicks.

In Neulingen gibt außerdem die Freiwillige Feuerwehr Neulingen.

Ein Zeichen für den Zusammenhalt im Dorf und darüber hinaus, ist der Dorfverein “De Dörpstroat”. Die Idee, die Vierseitenhöfe und anderes Kulturgut, hauptsächlich aus der Landwirtschaft, nicht einfach verkommen zu lassen, sondern zu erhalten, begann 2005. Im Februar 2006 konkretisierten sich die Ideen und man suchte nach einem Namen. “De Dörpstroat” ist Altmärker-Platt und heißt: Die Dorfstraße. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass in Neulingen, ein Dorf, das nur eine Straße besitzt, sich das Dorfleben auf dieser Straße abspielt. Der Zusatz “Verein zur Erhaltung dörflichen Kulturguts” erklärt die Ziele des Vereins. Hauptevent des Vereins und somit auch des ganzen Dorfes ist der jährliche “Kartoffeltag”. Dort wird an einem Samstag im August gezeigt, wie Kartoffeln früher und heute geerntet werden (das heißt sowohl mit Pferden als auch mit großen Traktoren). Im Rahmen des Festes arbeitet der Verein eng mit den Nachbarorten Höwisch und Leppin zusammen. Überdies gibt es Mitglieder aus ganz Deutschland. 

Rademin mit seinen Ortsteilen Ladekath und Ortwinkel umfasst eine Fläche von 14,14 km², zählt 240 Einwohner und liegt südöstlich zirka 15 Kilometer von der Kreisstadt Salzwedel. Rademin wurde wahrscheinlich während der slawischen Siedlungsperiode in der Zeit vom 6. bis 9. Jahrhundert gegründet, worauf der slawische Ortsname hinweist. Der Ort wird erstmals 1285 urkundlich erwähnt und bedeutet soviel wie „Wohnort der Familie Radom“. Bereits 1502 wird eine Windmühle erwähnt, die heute leider nicht mehr vorhanden ist. Zu Sehenswürdigkeiten zählt die mit efeubewachsene Feldsteinkirche und die restaurierte Friedhofsmauer. Schützenswert ist ein sehr schöner Altbaumbestand mit 130- bis

150-jährigen Eichen, der sich am Eingang des Kirchhofs befindet. Uralte Lindenbäume säumen die aus Kopfstein gepflasterte Dorfstraße. Zwischen Rademin und Ladekath befindet sich ein kleiner Park mit einem wunderschönen alten Baumbestand aus Stieleichen, Rotbuchen, Kastanien und Ahorn.

Ladekath wurde erstmals 1304 erwähnt, wurde 1375 Ladekate genannt, ist in Nord-Süd-Richtung angelegt und hat eine Durchgangsstraße mit viel Freiraum an beiden Seiten. Ein 80-jähriger Lindenbestand entlang der Dorfstraße verschönert das Dorfbild. 120- bis

150-jährige alte Eichen und Kastanien zieren den Eingang des Friedhofs. Die Kirche, die im einfachen Baustil aus Feldsteinen errichtet wurde, steht südlich des Dorfeingangs, umgeben mit einer Friedhofsmauer aus Feldsteinen und üppiger Eingrünung. Eines der ältesten noch gut erhaltenen Häuser im Ort ist das Wohnhaus neben der jetzigen Gaststätte mit überdachter Freitanzfläche. Eingravierte Schriften und Zahlen benennen das Jahr 1818.

Ortsbürgermeister ist Herr Eckhard Kamieth.

Die älteste Erwähnung wird für den Ortsteil Sanne wird von Wilhelm Zahn (1848 – 1911, Pfarrer und Lokalhistoriker) im Jahr 1230 angenommen, als der Bischof Wilhelm von Havelberg die Dorfkirche in Sanne, eine Feldsteinkirche, geweiht hat. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Sannen aufgeführt, das dem Kloster Arendsee gehörte. Der Ortsteil Kerkuhn wurde erstmals urkundlich am 29. März 1338 als Kerkun erwähnt als Busso von Wallstawe Renten aus Kerkuhn und Wallstawe dem Kloster St. Georg bei Salzwedel überlässt. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Kerkune aufgeführt das der Propstei in Salzwedel gehört. Im Jahre 1536 tauschte das Domkapitel in Kölln an der Spree seine Besitzungen in Kerkun an die von der Schulenburg.



Sanne war ein Rundlingsdorf. Nach einer Feuersbrunst im Jahre 1802, dem fast alle Gehöfte zum Opfer fielen, wurde der Ort wieder aufgebaut. Dabei musste jeder zweite Hof aus dem Rundling an die Straße in Richtung des benachbarten Dorfes Dessau aussiedeln. So entstand die heutige Siedlungsstruktur.

Kerkuhn hingegen ist seit der Anlage des Ortes ein Straßendorf und hat sich seine Siedlungsstruktur bis heute erhalten können.

Zwischen Sanne und Kerkau lag das Dorf Bukau (oder Bukow), welches wohl im 16.  Jahrhundert wüst gefallen ist. Bauern aus dem Dorf Bukau siedelten sich auch in Sanne an. Der aus dem 15. Jahrhundert stammende Schnitzaltar der Bukauer Kirche kam nach Kerkuhn in die dortige ehemalige Feldsteinkirche. Als das baufällige Kirchenschiff um 1900 abgerissen und durch einen Backsteinbau ersetzt wurde, wurde der Altar nach Salzwedel verkauft. Er steht heute als Nebenaltar in der Katharinenkirche.

Beide Orte hatten eine Windmühle. Die Sanner stand südwestlich des Dorfes an der Straße nach Kallehne (heute Fleetmark) und die Kerkuhner nordöstlich des Dorfes an der Straße nach Heiligenfelde. Beide Orte hatten eine Dorfschule. Der Ort Sanne war ein Pfarrdorf zu dem Kerkuhn, Thielbeer und Zühlen gehörten.

Im Zuge der preußischen Landwirtschaftsreform im 19. Jahrhundert wurde die Feldmark der beiden Orte vermessen (Rezesskarte Sanne von 1841 und Rezesskarte von Kerkuhn von 1845).

Zwischen beiden Ortsteilen wurde ein Bahnhof der am 15. Juli 1914 eröffneten Bahnstrecke Osterburg-Pretzier errichtet. Dies führte in den folgenden Jahrzehnten zu einer weiteren Bebauung entlang der Landstraße zwischen Sanne und Kerkuhn. Unter anderem entstand eine Gastwirtschaft, ein Stellmacherbetrieb, ein Konsum, ein LPG-Werkstatt- und Stallkomplex und ein Kindergarten. Am 29. September 1975 wurde der Betrieb der Bahnstrecke endgültig eingestellt.

Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Kerkuhn in die Gemeinde Sanne eingemeindet. Die Gemeinde Sanne wurde am 1. August 1990 in Sanne-Kerkuhn umbenannt. Mit der Eingemeindung der Gemeinde Sanne-Kerkuhn in die Stadt Arendsee (Altmark) am 01.01.2010, wurden Kerkuhn und Sanne zu Ortsteilen der Ortschaft Sanne-Kerkuhn in der neugebildeten Einheitsgemeinde.

Der 1988 begonnene Neubau des Kindergartens wurde in den 1990er Jahren zum Gemeindehaus umgenutzt und umgebaut und dient heute mit einem modernen Gemeinderaum für Feiern und Veranstaltungen dem Fußballverein SV Rot-Blau Sanne e. V.  als Vereinshaus und der Freiwilligen Feuerwehr Sanne-Kerkuhn als Gerätehaus.

Das Dorfleben wird vor allen von der Freiwilligen Feuerwehr Sanne-Kerkuhn, dem Fußballverein Rot-Blau Sanne e. V., der Reitsportgemeinschaft Sanne-Fleetmark e. V. und zahlreichen nichtvereinsgebundenen Gruppen geprägt. Zu den aktivsten Gruppen gehören die Volleyballer, der Singkreis Sanne, die Märchengruppe und die Skatfreunde.

Zu den festen Terminen im Ort gehören:

das Pfingstturnier des SV Rot-Blau Sanne (jährlich am Pfingstmontag)
das Reit- und Springturnier der RSG Sanne-Fleetmark (jährlich am 2. Juniwochenende)
das Sommerfest der FFW Sanne-Kerkuhn (jährlich am Samstag vor den Sommerferien)
das Kunstfestival Wagen & Winnen (jährlich am 2. Septemberwochenende)
das Dorf- und Oktoberfest (jährlich am 02. und 03. Oktober)
der Weihnachtsmarkt (jährlich am Samstag vor dem 1. Advent)

Bei der Kommunalwahl am 26.05.2019 wurde ein neuer Ortschaftrat gewählt. Ihm gehören an:

Jens Reichardt – Ortsbürgermeister

Agnes Biniak

Sebastian Peschke

Maria Schappler

Mirko Wittig

Die Orte Sanne und Kerkuhn sind traditionell landwirtschaftlich geprägt. Neben der Agrar GmbH Sanne-Kerkuhn bestehen drei einzelbäuerliche landwirtschaftliche Betriebe im Haupterwerb und zwei im Nebenerwerb. Die Agrar GmbH Sanne-Kerkuhn entstand 1992 als eingetragene Genossenschaft aus der ehemaligen LPG (T) Sanne-Kerkuhn und Teilen der ehemaligen LPG (P) Kleinau. 2020 wurde die Genossenschaft an die VR Plus Altmark-Wendland e. G. verkauft und in eine GmbH umgewandelt.

Außerdem gibt es eine Biogasanlage und eine Schweinezuchtanlage im Ortsteil Sanne.

Schrampe ist eine Ortschaft und Stadtteil der Stadt Arendsee im Altmarkkreis Salzwedel.

Lage:

Die Ortschaft liegt am Nord- und Westufer des Arendsee.

Ortschaftsgliederung:

Zur Ortschaft Schrampe gehören die Ortsteile Friedrichsmilde, Schrampe und Zießau.

Geschichte:

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat von Schrampe am 18. Mai 2009, dass die Gemeinde in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde wurde diese Stadtteil der Stadt Arendsee (Altmark). Für die Gemeinde wurde die Ortsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Der Ort mit den Ortsteilen Schrampe, Friedrichsmilde und Zießau wurde zum Stadtteil der aufnehmenden Stadt Arendsee (Altmark). In diesem Stadtteil wurde ein Ortsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsvorsteher gebildet.

Amtierender Ortsbürgermeister ist Phillipp Fölsch.

Thielbeer ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel.

Ortschaftsgliederung:

Zur Ortschaft Thielbeer gehören die Ortsteile Thielbeer und Zühlen.

Geschichte:

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Thielbeer am 12. Mai 2009, dass die Gemeinde Thielbeer in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Thielbeer wurden Thielbeer und Zühlen Ortsteile der Stadt Arendsee (Altmark). Für die eingemeindete Gemeinde wurden die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Thielbeer und künftigen Ortsteile Thielbeer und Zühlen wurden zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Arendsee (Altmark). In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Thielbeer wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Letzter Bürgermeister der Gemeinde war Marco Janke. Amtierende Ortsbürgermeisterin ist Frau Anne Roth.

Vissum ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark)

Die erste urkundliche Erwähnungen von Kassuhn gab es bereits um 956. Vissum tauchte 1289 erstmals urkundlich auf und Schernikau um 1292.

Eingemeindungen nach Vissum

Kassuhn wird am 1. Juli 1950 und Schernikau am 15. März 1974 nach Vissum eingemeidet. Vissum wurde dann zum 01.01.2011 nach Arendsee eingemeindet.

Letzter Bürgermeister der Gemeinde war Herr Olaf Ollendorf. Amtierender Ortsbürgermeister ist Herr Uwe Hundt. Dieser ist auch im Stadtrat vertreten.

Lage

Ziemendorf liegt nördlich des Arendsees direkt südlich der Grenze zum Bundesland Niedersachsen, der ehemaligen innerdeutschen Grenze, und ist ein typisches Marschhufendorf.

Geschichte

Das Dorf wurde 1375 erstmals erwähnt. Erste Siedler, die vermutlich aus Holland kamen, legten das hier vorhandene Sumpfgebiet trocken, um es landwirtschaftlich zu nutzen. Die Kirche, ein Backsteinbau mit Feldsteinsockel stammt aus den Jahren 1869-71, nachdem die Vorgängerkirche von 1540 am 18. Juni 1865 abgebrannt war.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Ziemendorf am 28. Mai 2009, dass die Gemeinde Ziemendorf in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Ziemendorf wurde Ziemendorf Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark). Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Ziemendorf und künftige Ortsteil Ziemendorf wurde zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Arendsee (Altmark). In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Ziemendorf wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Der letzte Bürgermeister war Michael Meyer. Dieser war in der ersten Wahlperiode nach der Gebietsreform auch Stadtratsmitglied und Stadtratsvorsitzender. Derzeitiger Ortsbürgermeister ist Herr Holger Schulz.